Einrichtungsfarben: Die 9 häufigsten Fehler

Einrichtungsfarben: GrĂĽnes Wohnzimmer

Welche Einrichtungsfarben passen nicht zusammen? Wie findest du gute Kombinationen? VOIIA präsentiert die besten Tipps für harmonische Farbspiele und stellt die häufigsten Fehler vor.

1. Fehler: Das Licht auĂźer Acht lassen

„Huch, warum sieht die Wandfarbe plötzlich so dunkel aus?“ Diese Situation kennen viele von uns. Im Laden sah der Farbton doch so optimal aus. Im Zimmer wirkt er allerdings vollkommen anders!

Das Problem entsteht nicht nur bei Wandfarben, sondern auch bei allen anderen farbigen Möbelstücken oder Deko-Objekten. Denn eins dürfen wir nicht vergessen: Das Licht im Zimmer hat einen erheblichen Einfluss auf die Farbwirkung. Nicht nur was die Helligkeit betrifft – auch die Farbtemperatur wird beeinflusst.

Wer viele Glühbirnen mit warmer Lichtfarbe eingesetzt hat, wird entdecken, dass Farben im Raum viel gelblicher wirken. Bei neuen Käufen sollten wir also immer im Hinterkopf behalten, wie das Zimmer beleuchtet ist. Das erspart dir viele Fehlkäufe!


2. Fehler: Zu eintönig sein

Eine komplett weiße Einrichtung macht Eindruck, keine Frage. Aber sie kann durch ein paar kleine farbige Akzente viel interessanter wirken. Natürlich wirken Räume stimmig, wenn wir einfach alles in einer Farbe kaufen. Aber dadurch kann das Interieur auch austauschbar und eintönig wirken. Wer neutrale Nuancen liebt, könnte sich zum Beispiel für Kissen oder eine Decke in dunklen Edelstein-Nuancen entscheiden, um für subtile Farb-Highlights zu sorgen.

Einrichtungsfarben: Bett

3. Fehler: Einrichtungsfarben: Zu viele Nuancen mischen

Zu eintönig sollte die Farbgebung in einem Raum nicht ausfallen, das haben wir bereits beschrieben. Aber auch das andere Extrem ist nicht erstrebenswert: Wer zu viele verschiedene Farben und Helligkeitsstufen vermischt, lässt das Interieur unruhig und erdrückend wirken. Dadurch entsteht der Eindruck, dass kein klares Konzept hinter der Farbgebung steckt. Entscheide dich für eine oder zwei Grundfarben, die mit gezielten Farb-Akzenten aufgelockert werden.


4. Fehler: Die falsche Textur auswählen

Ein weißes Seidenkissen wirkt ganz anders, als eine Variante aus weißem Grobstrick. Bei den Einrichtungsfarben sollten wir also auch auf die gewählte Textur achten. Kleine Strukturunterschiede wirken besonders elegant. So kannst du eine Couch aus glattem Leder wunderbar durch ein matt-glänzendes Samtkissen ergänzen. Das wirkt interessanter, als nur auf das gleiche Material zu setzen.

einrichtungsfarben

5. Fehler: Keine Kontraste einsetzen

Die Farbwelt in einem Zimmer kann unstimmig wirken, wenn die unterschiedlichen Nuancen alle gleich hell sind. Achte darauf, dunklere oder auch sehr viel hellere Akzente einzusetzen, um dem Zimmer mehr Tiefe zu schenken. Kontraste tun der Einrichtung gut! Dabei muss es nicht gleich Schwarz und Weiß sein. Wie wäre es zum Beispiel mit strahlendem Weiß zum gedämpften Altrosé?


6. Unpassende Kombination von Einrichtungsfarben

Langweilig, billig, altmodisch: Wer Einrichtungsfarben wahllos kombiniert, riskiert ein unstimmiges Interieur. Es gibt einen einfachen Trick, um harmonische Farbkombinationen zu finden. Dazu kannst du dir den guten alten Farbkreis zu Nutze machen, den du vielleicht noch von der Schule kennst.

Rot, Gelb und Blau gelten als Primärfarben. Das bedeutet, sie lassen sich nicht durch das Mischen von anderen Nuancen kreieren. Primärfarben gelten als sehr dominant. Hier gilt also: Weniger ist mehr. Im Zimmer sollte eine, maximal zwei dieser Primärfarben auftauchen.

Sekundäre Farben sind Lila, Grün und Orange. Sie entstehen durch das Mischen von Primärfarben und wirken etwas sanfter. Und dann gibt es noch die Tertiärfarben, die aus einer primären- und einer sekundären Farben gebildet werden, wie beispielsweise Türkis (Blau-Grün).

Einrichtungsfarben: Komplementärfarben

Eine klassische Farbkombination, die immer funktioniert, ist der Mix von Komplementärfarben. Du erkennst Komplementärfarben daran, dass sie im Farbkreis genau gegenüber liegen. Zum Beispiel ist Blau (Primär) ist die Komplementärfarbe von Orange (Sekundär). Beide Farben unterstützen sich und sehen nebeneinander besonders strahlend, harmonisch und leuchtend aus. Ein Trick, der auch in der Werbung benutzt wird und auch beim Interior für aufregende Akzente sorgt. Du könntest ein navyblaues Sofa zum Beispiel durch ein senffarbenes Kissen aufpeppen.

Komplementärfarben mit Tertiärfarben

Schön wirkt außerdem eine Abwandlung dieser Regel, bei der die Kombination von Komplementärfarben und Tertiärfarben eingesetzt wird. Das bedeutet du suchst dir eine Primärfarbe aus (zum Beispiel Blau) und wählst die beiden Nuancen aus, die neben der gegenüberliegenden Sekundärfarbe liegen (Blau zu Orange-Gelb und Korallenrot) Das bezeichnet man auch als geteilte Komplementärfarben.

Shutterstock.com

Triade

Für diese Kombination setzt du auf die Kombination von zwei oder drei Tertiärfarben. Türkis, ein rötliches Violett und ein helles Orange-Gelb bilden beispielsweise ein stimmiges, überzeugendes Trio.

Primär- mit Sekundärfarben

Harmonisch wirkt außerdem die Nutzung von einer Primärfarbe und den beiden sekundären Farben, die rechts und links daneben auftauchen. Zum Beispiel der Mix aus Gelb (Primär), Orange (Sekundär) und Grün (Sekundär). Diese Nuancen haben alle einen warmen Unterton, wodurch die Farbkombination stimmig wirkt.

Analoge Farben

Ein Klassiker unter den Farbkombinationen ist außerdem die Wahl von analogen Farben. Damit sind Nuancen gemeint, die in jedem Drittel des Farbkreises nebeneinander liegen. Also zum Beispiel Rot, Rot-Orange, Orange, Orange-Gelb. Sie umfassen den Übergang von einer Primärfarbe zur nächsten.


7. Fehler: Trends folgen

Die Farben, die dich in deinem Zuhause umgeben, müssen nicht unbedingt im Trend liegen. Sie sollten einzig und allein dir selbst gefallen! Jedes Jahr ändern sich die Nuancen, die aktuell angesagt sind. Wer blind jedem Farbtrend folgt, riskiert, dass er sich in seinen eigenen vier Wänden nicht mehr wohlfühlt. Überlege dir also ganz genau, ob es sich lohnt, neue Farbexperimente zu wagen. Ein persönlicher Stil kann schließlich nur entstehen, wenn wir nicht jeden Trend mitmachen.


8. Fehler: Einrichtungsfarben in einer 50:50 Aufteilung verwenden

Möchtest du für einen Raum hauptsächlich zwei verschiedene Einrichtungsfarben einsetzen, solltest du lieber auf eine 50:50 Aufteilung verzichten. Der Raum wirkt harmonischer, wenn du dich für eine Grundfarbe entscheidest, die du mit wenigen Highlights der zweiten Farbe aufpeppst. Dekoriere eine vorwiegend beige Einrichtung mit blauen Stücken – oder andersherum.


9. Fehler: In einzelnen Räumen denken

Das Arbeitszimmer ist grün, das Wohnzimmer blau mit orangen Highlights und die Küche strahlt in einem roten Retro-Farbton? Einzeln können diese Räume absolut stimmig wirken. Aber wir verbarrikadieren uns nicht nur in einem einzigen Raum, sondern bewegen uns am Tag von Zimmer zu Zimmer. Ob Haus oder Wohnung: Die Einrichtungsfarben sollten nicht nur für einzelne Räume ausgewählt werden, sondern auf die gesamte Einrichtung deines Domizils abgestimmt werden. Sieht jedes Zimmer komplett anders aus, sieht das schnell chaotisch aus. Das bemerken nicht nur wir selbst, sondern stört auch unsere Gäste.

Lust auf noch mehr Interieur-Inspiration? Noch mehr schöne Einrichtungs-Ideen findest du hier.



Quiz: Finde die richtige Einrichtung ⇩

Zeen is a next generation WordPress theme. It’s powerful, beautifully designed and comes with everything you need to engage your visitors and increase conversions.